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Das Freiburger Armutsprojekt

17. September 1955, Welt der Arbeit, Sonderbeilage Nordrhein       

„Eine Sozialgeschichte der Armut im Wirtschaftswunder (…) ist noch nicht geschrieben worden“ – diese Feststellung von Axel Schildt aus dem Jahr 2007 trifft auch heute noch zu. In der Tat hat die deutsche Zeitgeschichtsforschung das Thema bisher stark vernachlässigt. Dabei ist die Armutsfrage auch nach der Überwindung der unmittelbaren Nachkriegsnot stets virulent geblieben. In unterschiedlicher Intensität und Ausprägung hat sie beide deutsche Staaten über sämtliche Phasen ihrer Geschichte hinweg begleitet.

Das DFG-Projekt untersucht deshalb innerhalb von drei Teilprojekten das Phänomen der Armut in der BRD und der DDR zwischen 1950 und 1990. Mit Hilfe einer um kulturgeschichtliche Perspektiven und Methoden erweiterten Sozialgeschichte nimmt es die Frage nach dem Ausmaß von Armut, die zeitgenössischen Debatten über ihre Ursachen, Erscheinungsformen und Bekämpfungsstrategien sowie die Lebenslagen von Armen und deren lokalen Kontexte in den Blick.

Das Projekt soll auf diese Weise eine gravierende Forschungslücke schließen, die historische Bedingtheit von Armutsvorstellungen und –debatten deutlich machen und damit auch zu einer Versachlichung der Diskussion über die Armut beitragen, die in den letzten Jahren erheblich an Aktualität gewonnen hat.

Kontakt

DFG-Armutsprojekt

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Historisches Seminar

Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte

Platz der Universität – Kollegiengebäude IV

79085 Freiburg im Breisgau

 

Tel. 0761-203-3444

 

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